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Quarkwickel mit Arnika- und Calendulaessenz

Substanzart

Quark mit Arnika- und Calendula-Essenz

Leitgedanke

Quark entsteht dadurch, dass sich in angesäuerter Milch die flüssige Molke von dem fester werdenden Quark getrennt hat. Dieser Prozess wird während einer Quark- Anwendung auf der Haut fortgesetzt. Während der Quark auf der Haut trocknet, tritt weiterhin Molke aus. Dadurch entsteht ein sanft saugender und frei machender Effekt, indem wässrige Stauungen entlastet und Stoffwechselgifte dem Körper entzogen werden können; Entzündungsstoffe werden abgeleitet, dadurch entsteht eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung; die überschießenden Stoffwechselprozesse werden beruhigt.

Bei Stauungsödemen an den unteren Extremitäten, die zu Entzündung, Schwellung und Schmerz führen, eignet sich die Anwendung mit Quark mit den Zusätzen von Arnika und Calendula als Auflage. Der Quark wirkt entstauend, entzieht dem Gewebe Abbauprodukte und Flüssigkeit. Calendula und Arnika wirken entzündungshemmend. Arnika strukturiert und ordnet bis in die Tiefe.

Hinweis: Quark kann in verschiedenen Ländern eine sehr verschiedene Konsistenz haben. Auch der Fettgehalt variert. Lange Zeit wurde Magerquark als die Substanz der Wahl für Wickel angesehen. Neuere Erfahrungen zeigen, dass Quark mit nicht reduziertem Fettgehalt  geigneter ist. Wichtig ist, dass er nicht zu nass ist.

Indikationen


Durchführungsbeschreibung

Besonderheiten:



Material

Durchführung

Dauer der Anwendung:

Der Patient muss während der Anwendung gut zugedeckt im Bett bleiben.
Anschließend die Haut mit körperwarmem Wasser abwaschen und abtrocknen

Nachbereitung
Tücher auswaschen, Quark entsorgen

Durchführungsanleitung zum Download

BeurteilungssicherheitBei vielen Patienten bewährt
Dosierung1-2 mal täglich bis Besserung eintritt, danach seltener
WirkungseintrittBereits am 1. Tag Rückgang der Schwellung
TherapiedauerSolange wie nötig
Weitere TherapieempfehlungenUnterschenkel mit Zugbinden einbinden
WarnhinweiseDas Ulcus Cruris muss für die Quark-Anwendung mit einer sterilen Kompresse abgedeckt werden

Fallbeispiel

Der Patient litt an einer Herzinsuffizienz, wodurch es an beiden Unterschenkeln zu Stauungs- ödemen kam. An der Tibia rechts distal entstand dadurch ein Ulcus Cruris mit einem Durchmesser von 1 cm. Die Entzündung und die Schwellung der Wunde verursachten starke Schmerzen, die das Aufstehen und Gehen stark beeinträchtigten. Nach der ersten Quarkanwendung mit den beiden Essenzen äußerte der Patient „ das gibt es nicht – die Unterschenkel sind nicht mehr geschwollen!“ Im Verlauf einer Woche zeigte sich eine deutliche Reduktion von Rötung, Schwellung und Schmerz, wodurch sich die Mobilität verbesserte.
BH

Autor

Red.BH

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