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Bockshornklee-Gelenkwickel

Substanzart

Bockshornkleesamen - Pulver

Leitgedanke

Der Bockshornklee zeichnet sich durch eine starke Anregung der Stoffwechseltätigkeit aus. Die lang anhaltende Wärmebildung lindert arthrotische Schmerzen und regeneriert den  Schleimbildungsprozess im Gelenk.

Indikationen

Durchführungsbeschreibung

Besonderheiten:



Material:
      -3-4 gehäufte Esslöffel für Knie- und Schultergelenkwickel
      -5-6 gehäufte Esslöffel für einen Hüftgelenkwickel

Durchführung der Anwendung:

1: Durchführung am Knie:

2.: Durchführung an der Schulter:

3.: Durchführung an der Hüfte:

Nachbereitung aller Anwendungen:

Durchführungsanleitung zum Download

BeurteilungssicherheitBei vielen Patienten bewährt
Dosierung1x tgl. und seltener
WirkungseintrittSchmerzlinderung bereits nach der ersten Anwendung häufig beobachtet
TherapiedauerJe nach Beschwerdebild mehrere Tage bis mehrere Wochen
Weitere TherapieempfehlungenPrimula farinosa s.c. (Weleda), siehe Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
WarnhinweiseNicht anzuwenden bei aktivierter Arthrose mit starker Überwärmung

Fallbeispiel

Fallbeispiel 1
Eine Patientin mit Gonarthrose im rechten Knie, mit Schmerzen im Rücken und Knie, sowie einer Erschöpfungsdepression, bekam während 2 Wochen 10 Bockshornkleewickel auf das rechte Knie.
"Gucken Sie, wie ich jetzt gehen kann". "Die Wärme im Knie nach dem Wickel, die tut mir
besonders gut - danach kann ich mich richtig gut bewegen." - so die Worte der Patientin.
Die Entlassung erfolgte im schmerzfreien Zustand und gehobener Stimmung.
BH

Fallbeispiel 2
Patientin, 81 Jahre. Mäßige Gonarthrose beidseits: Die Knie werden sehr schnell kalt, bei kaltem Wetter werden sie Kälte-Inseln. Dann treten jeweils typische Beschwerden auf: Gelenksteifigkeit mit Anlaufschmerzen, besonders beim Aufrichten aus der Hocke. Es besteht das Gefühl, als seien alle Gelenkflächen rau und trocken. Nach Anstrengung entstehen Schmerzen an der Innenseite des Gelenks in Höhe des Gelenkspaltes.
Es wird "zur Probe" ein Bockshornkleewickel am rechten Kniegelenk angelegt.

Bericht der Patientin: Es entwickelt sich eine angenehme, intensive Wärme im ganzen Gelenk, die sich von hier wie von einem Wärmezentrum aus im Raum unter der Bettdecke ausbreitet und dann in der Nachruhe den ganzen Organismus erfasst. Bei aller Intensität und Entschiedenheit der Wärme ist sie milde. Die Art der sich entwickelnden Wärme wird als gleichmäßig und ausgleichend, als eine friedliche doch mächtige Wärme erlebt, es treten keine Hitzespitzen, keine Wärmeattacken auf, ganz anders als bei Senf und Ingwer.
Während des Wickels erzeugt sich im Erlebnis das Knie als ganzes, gesundes, schmerzfreies Gebilde und Organ. Die Patientin spürt, wie es sich wieder dem Leib als Ganzes eingliedern kann. Sie spürt auch die Wiedereingliederung in das ganze Stoffwechsel- und Gestaltungssystem des Organismus. Das beansprucht diesen und macht sich  n a c h  der Nachruhe als gewisse Anstrengung bemerkbar, die aber innerhalb von zwei Stunden wieder ausgeglichen ist. In der Nachruhe erlebt die Patientin eine selbständige  Wärmeentwicklung im Kniegelenk, dreimal geht von hier aus ein Wärmeschub nach unten zu den Füßen.

Die Wirkung ist nachhaltig: Mindestens im Beobachtungszeitraum von bisher zwei Wochen besteht Schmerzfreiheit - auch am anderen Kniegelenk! - weiter und das Gefühl der Leichte, der Wohligkeit und der Eingliederung. Die im Kniegelenk entstandene Eigenwärme durchdringt und trägt von hier aus den ganzen Organismus, nicht mehr nur die Mechanik des Gelenkes.
"Das ist genau die Wärme, die ein Arthrosegelenk braucht".
MK

Autor

Red., BH, MK

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