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Equisetum arvense

SynonymeAckerschachtelhalm, Zinnkraut
ZusammensetzungKraut

Leitgedanke

Der Equisetum ist ein Meister im Umgang mit Wasser, Licht und Wärme! Der Schachtelhalm ist eine uralte Pflanze (wie der Farn), manche werden sehr hoch, bei uns sind sie kaum höher als 40 cm. Wie ein Steckspiel kann man ihn aus einander nehmen und wieder zusammen stecken und er hält dann wieder zusammen. Er hat nur einen Hauptstängel und in gleichmäßigen Abständen zeigt sich ein Kranz von nadelartigen Blättern.
Die unverkennbaren Schachtelhalme  – so genannt, weil man sie in einander schachteln kann – wachsen im Boden zu einem langen horizontalen Röhrensystem, in der nicht nur Wasser transportiert wird, sondern auch Kieselsubstanz, die die feinen Wurzeln aus dem Boden holen. Mit dem Wasser zusammen wird der gelöste Kiesel in die oberirdische Pflanze transportiert und ausgeschieden. Am Morgen hängen die Tröpfchen an den Blattnadeln und trocknen im Laufe des Tages. Zurück bleibt eine feine Kieselmasse, die sich rau anfühlt. Diese Kieselsubstanz gleicht mineralogisch dem Opal, wodurch Licht durch eine Art Linse in die Pflanze aufgenommen werden kann und so die Photosynthese vollzogen wird, was sonst in den Blättern geschieht.
Zudem hat die Pflanze einen intensiven Schwefelgehalt, der eine intensive Beziehung zur Wärme hat und auch die Ausscheidung fördert. In der Schuldmedizin wird der Schwefel auch eingesetzt zur Harnausscheidung.

(zusammengefaßt aus „Heilpflanzen“ von Markus Sommer)

Indikationen und Anwendungsformen

Nephritis

Niereninsuffizienz

Nierenkolik

Pyelonephritis

Rekonvaleszenz

Schock, seelischer