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Rhythmische Ganzkörpereinreibung nach Wegman/ Hauschka

Substanzart

Solum Öl

Leitgedanke

Die Qualität der Berührung durch den Pflegenden, die rhythmisch ausgeführten Streichungen und Kreise geben den Lebensprozessen im Patienten Impulse und regen im Behandelten die Wärmebildung an, so dass die Haut und der Kreislauf belebt werden. Sie vertiefen die Atmung und gleichzeitig können die Patienten in eine große, innere Ruhe und seelische Ausgeglichenheit kommen. Die Rhythmischen Einreibungen beinhalten die Unterstützung aller prophylaktischen Aspekte in der täglichen Pflege und lassen sich gut in den Pflegealltag integrieren.
Die Wahl der Substanz ist unterstützend für die Behandlung und ist individuell zu entscheiden.

Indikationen

Durchführungsbeschreibung

Die Ganzkörpereinreibung nach Wegman/Hauschka beinhaltet alle Teileinreibungen, wie Rücken, Arme, Brust, Bauch, Beine, Fußeinreibung. Diese Anwendung kann nur unter Anleitung erlernt werden.
Siehe auch Kapitel Rhythmische Einreibungen

BeurteilungssicherheitBei vielen Patienten bewährt
DosierungNach Bedarf, regelmäßig, täglich, oder ein- bis mehrmals wöchentlich; jeweils mit entsprechender Nachruhe
WirkungseintrittUnterschiedlich, von unmittelbar nach der ersten Anwendung bis nach mehreren Anwendungen
TherapiedauerEine volle Wirkung baut sich erfahrungsgemäß erst nach 5-7 Behandlungen auf, insbesondere wirkt es auf die Stabilisierung der Eigenwärme
WarnhinweiseManchmal können emotionale Erschütterungen ausgelöst werden

Fallbeispiel

Fallbeispiel 1: Starke Migräne seit 30 Jahren
Die Patientin litt seit 30 Jahren an schwerster Migräne, die sie nur mit häufiger Anwendung von Triptanen und Analgetika ertrug. Unter der Anthroposophischen Arzneimitteltherapie besserte sich der Zustand nur mäßig. Der Durchbruch kam durch die Rhythmischen Einreibungen. Nach dem ersten Behandlungszyklus mit sechs Anwendungen waren die Kopfschmerzen deutlich gebessert, sie konnte ihre Schmerzmittel wesentlich reduzieren, eine längere Pause wurde vereinbart. Nach dem dritten Behandlungszyklus war sie vorübergehend schmerzfrei, entsprechend wurden die Behandlungspausen dazwischen verlängert. Die anthroposophische Arzneimittelgabe wurde in der gesamten Zeit nicht verändert. Nach und nach konnte sie die Pausenabstände immer mehr ausdehnen und die 50 jährige Patientin ist nun seit 3 Jahren schmerzfrei.
Die Patientin begann nach dieser durchgreifenden Besserung eine Traumatherapie, die ihr half ihre schwere Kindheit zu verarbeiten. Sie war jahrelang wie gefroren in ihrem Leib und „taute nun langsam auf“, nahm ihren Körper nach und nach wahr, so dass sie genau sagen konnte, wo sie die einzelnen Berührungen im Körper gespiegelt erlebte.
Die Behandlungszyklen unterbrachen wir anfangs so lange, bis die Besserung nachließ, dann meldete sie sich wieder. Sie kommt jetzt noch einmal im Jahr, sozusagen aus prophylaktischen Gründen. Die Anthroposophischen Heilmittel nimmt sie nach wie vor und die Migräne ist ganz verschwunden. Die allopathische Schmerztherapie konnte vollständig abgesetzt werden.
Autor: US

Fallbeispiel 2: Einschlafstörung
Eine 45 jährige Patientin konnte nach einem schweren Infekt nicht mehr einschlafen. Sie war  völlig aus dem Tag-Nacht-Rhythmus geraten und kam dadurch in einen akuten Erschöpfungszustand. Ansonsten war sie eine gesunde Frau. Überraschenderweise konnte sie bereits nach einer einmaligen Ganzkörpereinreibung mit Solum Öl von dem Behandlungstag an wieder ganz normal schlafen.
Autor: US

Fallbeispiel 3: Durchschlafstörung
Mutter von 6 Kindern (davon ist das Jüngste gestorben), in mittlerem Alter, kann seit der Geburt des ersten Kindes nicht mehr durchschlafen, so dass sie sich mit ca. 4 Stunden Schlaf begnügen muss. Trotzdem schafft sie ihr Pensum gut. Die Frau wird 50 Jahre alt und vermisst nun langsam einen gesunden Schlaf. Auf Anraten des Arztes kam sie zu einer Serie von 6 Ganzkörpereinreibungen mit Solum Öl. Sie machte eingangs einen fröhlichen Eindruck und ihr Körper war gleichmäßig durchwärmt.
Nach der ersten Ganzkörpereinreibung schlief sie seit Jahren zum ersten Mal die ganze Nacht durch. Dieser Zustand hielt so nicht an. Im Laufe der Woche schlief sie wieder schlechter, konnte aber immer wieder einschlafen, wogegen sie zuvor seit Jahren ab 2-3h Nachts bis zum Morgen wach gelegen hatte.
Interessant war noch folgendes Symptom: Sie trank gerne mit ihrem Mann zusammen am Abend ein Glas Weißwein. Das geht nun nicht mehr. Seit der Einreibung kann sie nach einem Glas Wein überhaupt nicht mehr schlafen.
Die Patientin blieb während 8 Monaten mit Unterbrechungen in Behandlung und konnte seither meistens gut und tief durchschlafen.
Autor: US

Fallbeispiel 4: Schockfolgen nach einem Unfall
Der folgende Fall zeigt, dass die tiefgreifenden Schockfolgen erst durch die Rhythmischen Einreibungen sichtbar und behandelbar wurden.
Eine ältere Dame, trotz Rentenalters noch sehr rüstig, war bis zu einem Unfall (Sturz von der Leiter vor 4 Jahren) mit ihrem Leben sehr zufrieden. Sie erlitt damals keine körperlichen Schäden, aber einen Schock, in dem sie seither wie gefangen war. „Ihre innere Sonne sei verschwunden“ und sie konnte seither nicht mehr meditieren. Auch war die seit Jahrzehnten erlittene Migräne seither stärker. Jemand hatte ihr 6 Anwendungen für Rhythmische Einreibungen geschenkt, so dass sie keinen Anlass sah, der Behandlerin von ihren Problemen zu erzählen.

BEHANDLUNGSVERLAUF
1.GANZKÖRPEREINREIBUNG (GKE): Nach der ersten Einreibung hatte sie ein großes Wohlgefühl wie schon lange nicht mehr, fühlte sich sehr durchwärmt, aber am Abend nach der Behandlung stiegen die Bilder des Unfalls in ihr auf.
2.GKE: der Unfall beschäftigte sie nun sehr; sie hatte über die Unfallfolgen nur einem einzigen Menschen erzählt, der sich daraufhin zurück zog und so hatte sie nie mehr darüber gesprochen.
3.GKE: Die innere Sonne ist zurückgekehrt. Danach erzählte sie zum ersten Mal von den Folgen des Unfalls und auch von der Migräne.
4.GKE: Der 3. Jahrestag des Unfalls stand vor ihr. Sie bekam einen heftigen Migräneanfall, der 4 Tage dauerte (ungewöhnlich stark und lange für ihre Verhältnisse, sie litt immer wieder an Migräne, seit ca. 50 Jahren), bis einen Tag vor der nächsten Einreibung. Am Abend hatte sie das Gefühl, sich aufzulösen, was nicht unangenehm war, aber ungewohnt.
5.GKE: Sie erlebte eine zunehmende innere Freude und Gelassenheit durch die Einreibungen. Das Licht in ihr hielt an und sie konnte wieder meditieren. Die Behandlung liegt nun Jahre zurück und der Zustand hat angehalten, die Patientin ist heiter geblieben, meditiert und die Migräne ist auch deutlich besser geworden. Sie hatte im Behandlungszeitraum mit der Ganzkörpereinreibung keine zusätzliche spezifische Therapie. Bereits seit Jahren nahm sie folgende Medikamente ein: Cardiodoron®, Kephalodoron®, Homviotensin®, unregelmäßig Ferrum phosphoricum. Diese Mittel nahm sie auch während der Behandlung mit Rhythmischen Einreibungen ein.
Autor: US

Fallbeispiel 5: Rheumatische Beschwerden mit Gelenkbefall an Händen und Füßen
Bei einer 40 jährigen Patientin hatte sich nach einer Angina eine chronisch-rheumatische Erkrankung entwickelt mit massivem Gelenkbefall der Hände und Füße, so dass sie morgens jeweils noch keine Treppen steigen konnte. Zugleich staute sich Flüssigkeit im ganzen Körper, so dass diese junge Frau ca. 10 Kilogramm zugenommen hatte. Sie litt zusätzlich an einem schmerzhaften Druck in der Nierengegend und musste nachts bis zu 7 Mal Wasser lassen, wodurch sie kaum in den Schlaf fand. Sie schwitzte stark am ganzen Körper. Eine allgemeine Erschöpfung nach dieser seit ca. 5 Jahren bestehenden und hauptsächlich anthroposophisch, aber auch mit niedrig dosiertem Cortison, behandelten Krankheit war ebenfalls deutlich.

Durch wöchentlich  Ganzkörpereinreibungen nach Wegman/Hauschka veränderte sich der seit Monaten bestehende,  nun unerträglich gewordene  Zustand bereits nach der 3. Behandlung. Zusätzliche erfolgte jedes Mal eine rhythmische Niereneinreibung mit Cuprum met. praep. 0,4% Salbe. Zuerst fiel auf, dass sie nachts merklich weniger Wasser lassen musste, so dass sie besser schlafen konnte und der Druckschmerz in der Nierengegend nachließ. Nach der 7. Behandlung konnte sie durchschlafen. Nach und nach besserten sich auch die Gelenkschmerzen bis zur Schmerzfreiheit, allerdings immer nur während einer kurzen Zeit, dann kamen die Schmerzen wieder, aber nicht mehr in dem Ausmaß wie zuvor. Die Nierengegend blieb schmerzfrei, die Patientin konnte weiterhin durchschlafen. Die  Behandlung erstreckte sich über einen Zeitraum von insgesamt 1½ Jahren.
Autor: US

Autor

Red., US

Literatur


Substanzen