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Öldispersionsbad mit Formica-Öl 5%

Substanzart

Formica-Öl 5 %

Leitgedanke

Beim Öldispersionsbad nach Werner Junge wird Öl so fein in Wasser dispergiert, dass der Körper es über die Haut aufnehmen kann.
Die Badewassertemperatur liegt in der Regel nicht über der Körpertemperatur, so dass der Wärmeorganismus angeregt wird. In der anschließenden Nachruhe erfolgt die aktive Auseinandersetzung des Leibes mit der Substanz, die ihn zur eigenen Wärmebildung anregt.
Die Wahl des Öles hängt von den Symptomen des Patienten ab.

Indikationen

Durchführungsbeschreibung

Die Öldispersionbade-Therapie kann in einer ausführlichen Ausbildung erlernt werden. Siehe auch Kapitel „Grundlage Äußere Anwendungen“ (LINK!)
Eine vereinfachte Durchführung zu Hause ist aber nach Anleitung durch einen Therapeuten möglich.

Besonderheiten:
Wer keinen Öl-Dispersionsapparat besitzt, kann das Öl mit 10 ml Sahne verschütteln und es dann ins Badewasser geben. Der Effekt ist nicht so intensiv, aber das Öl kann dadurch aufgeschlossen werden und schwimmt nicht nur auf der Oberfläche des Wassers.

Material:



Durchführung der Anwendung:

Nachbereitung:

BeurteilungssicherheitEinmalige erfolgreiche Anwendung
Dosierung2x wöchentlich
WirkungseintrittNach dem 5. Bad
Therapiedauer5 Bäder/ 3Wochen
WarnhinweiseAllgemein für die Öldispersionsbadetherapie:
  • Bei geschwächten Patienten kann eine Begleitung in der Nachruhe notwendig sein, insbesondere in Hinblick auf mangelnde Wärmebildung.
  • Das Öldispersionsbad nicht als Reinigungsbad nutzen, d.h. keine Seifen und Shampoos verwenden!

Fallbeispiel

Bei einer 67-jährigen Frau verlangten die zunehmenden Schmerzen in den Zehengrundgelenken nach einer Behandlung. Angeregt durch einen Fallbericht über die Ablagerungen im Gewebe nach einer Operation, die mit Formica erfolgreich behandelt wurden,  versuchte die Patientin,  mit dem Öldispersionsbad mit Formica 5 % in Olivenöl, diesem Übel beizukommen.
Nachdem die ersten Bäder zwar zu einem klaren Kopf führten, aber sonst keine spürbaren Veränderungen brachten, zeigte das 5. Bad eine überraschende Wirkung. Das am Abend durchgeführte Bad, wegen Rückenschmerzen deutlich wärmer als angegeben (38 C), machte  die Patientin für 24 Stunden ganz wach und körperlich sehr unruhig (es fühlte sich an, als sei sie selber ein Ameisenhaufen), selbst im Kopf war es unruhig, ganz das Gegenteil zu der Zeit vorher. Zudem war der Urin ganz sauer und hatte einen üblen Geruch, wie vermodertes Holz. Nach 24 Stunden konnte die Patientin dann schlafen, die Unruhe besserte sich. Der Urin wurde zunehmend weniger sauer, es dauerte aber 3 Tage, bis er wieder normal roch.
Die Schmerzen wurden deutlich besser.
US

Autor

US, Red.

Literatur


Menschenkunde. Der Merkurstab. Beiträge zur einer Erweiterung der
Heilkunst 1994;47(4):392-399.