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Stannum-Metallfolien-Auflage

Substanzart

Stannum-Metallfolie

Leitgedanke

„Stannum trägt gestaltende Qualitäten in die Lebensprozesse des Organismus. Es führt das wässrig Quellende zur Form, das in die Schwere und Verhärtung Fallende zurück in die lebendigen Gestaltungsprozesse. (…) Sowohl der Gelenkerguss als auch die arthrotische Gelenkerkrankung werden zu seinem therapeutischen Einsatzgebiet. Stannum hat seinem Wesen nach eine Beziehung zur Leber. Ihre von Flüssigkeit durchströmte Organisation und ihre Stoffwechselprozesse tragen Ordnungs- und Gestaltungskräfte, die das innere Milieu des Organismus konstituieren. Stannum begleitet die Therapie sowohl entzündlicher, strukturauflösender als auch sklerosierender, in die Zirrhose führender Lebererkrankungen.“ (S.109, Girke, Innere Medizin, 2012)

Indikationen


Durchführungsbeschreibung

Die Folie wird mit der Stoffseite direkt auf die vorbestimmte Stelle aufgelegt, was der Patient meist nach einer Einweisung selbständig machen kann.

BeurteilungssicherheitBei vielen Patienten bewährt
DosierungDie Folie wird mit der Stoffseite direkt auf die vorbestimmte Stelle aufgelegt, was der Patient meist nach einer Einweisung selbständig machen kann.
WirkungseintrittKann bereits nach der ersten Anwendung wirken
TherapiedauerSolange Beschwerden bestehen

Fallbeispiel

Eine 56 jährige Patientin leidet an einer schmerzenden Knieprothese, zudem besteht ein seit ca. 10 Jahren zunehmender Weichteilrheumatismus und eine Schmerzverarbeitungsstörung.
Seelisch beschreibt sie sich als ohne Freude und ohne Ziel im Leben. Sie weint schnell.
Die körperlichen Beschwerden und Einschränkungen machen ihr zunehmend zu schaffen. Als Kind erlebte sie eine problematische Familiensituation. Der Vater war Alkoholiker und zeigte sich gewalttätig. Sie selber trennte sich erst kürzlich von Ihrem Ehemann.

Zu Beginn des klinischen Aufenthaltes hatte sie sich schon eigenständig Quarkwickel auf das Knie angelegt. Anstelle der Quarkauflage erhielt sie dann eine Stannum-Metallfolien-Auflage. Nach der 2. Anwendung der Folie erlebte sie ein Pulsieren und eine Erwärmung der Knieregion. Sie war ganz zufrieden, als daraufhin die Metallfolien-Anwendung abgesetzt wurde und sie den Quarkwickel wieder selber anlegen konnte. Sie fragte sich, ob das Metall ihres Implantates und das Stannum der Metallfolie solch eine Reaktion bewirken konnte.
Aufgrund der Schmerzverarbeitungsstörung war es für den behandelnden Arzt nicht eindeutig, ob die Reaktion auf die Metallfolie tatsächlich auf das Zusammentreffen zweier  Metalle zurückzuführen ist, oder ob sich hier eine seelische Seite zeigte auf dem Hintergrund verschiedener Ängste und Unsicherheiten.
MM

Autor

Red., MM

Literatur