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Ingwer-Schulter-Nackenwickel

Substanzart

Ingwer-Wurzel gerieben oder als Pulver

Leitgedanke

Der Ingwer entfaltet seine Wärme im Verlauf von 15-30 Minuten und dringt mit seiner Wärmewirkung oft schubweise und wellenartig in die Tiefe des Leibes. Parallel zur Wärmentwicklung entsteht auf der Haut ein leichtes Brennen. Die Wärme wird schließlich als mollig und durchdringend erlebt und breitet sich je nach Situation im Leib weiter aus und bleibt bis in die Nachruhe oder auch länger erhalten. Unter dem Einfluss dieser intensiven Wärme lösen sich vor allem leibliche sowie seelische Anspannungen und Verkrampfungen.

Die Anwendung mit frisch geriebener Ingwerwurzel wird von fast allen Patienten sehr geschätzt und dem Pulver gegenüber vorgezogen. Die feuchte, frische Wurzel wird als  anregender als das Pulver beschrieben. Gleichermaßen braucht es mehr Kraft, sich der milden Schärfe zu stellen.

Indikationen


Durchführungsbeschreibung

Material



Durchführung der Anwendung:

Nachruhe:

Durchführungsanleitung zum Download

BeurteilungssicherheitBei vielen Patienten bewährt.
Dosierung1 x täglich
WirkungseintrittWährend der Anwendung
TherapiedauerBis zum Abklingen der Symptome

Fallbeispiel

Eine junge Frau mit Mamma-Karzinom und ständiger Übelkeit und  Erschöpfung. Sie fühlte sich wie unter Schock. Seit mehreren Wochen hatte sie außerdem Schulterschmerzen.
Zunächst wurde die Niere mit Ingwerwickeln behandelt, dann entschied sich die Pflegefachperson aufgrund der andauernden Schulterschmerzen, den Ingwer-Wickel an die Schulter zu legen.
Die Patientin berichtete darauf hin, dass "der Schmerz in die Wärme hineingehen konnte". Während der Ingweranwendung wurde die Patientin traurig und konnte sogar weinen. Diese Gefühlsäußerungen erlebte die Patientin als positiv. Mit weiterer Schmerzentlastung konnte sie sich zunehmend selber wahrnehmen und die Schmerzen besser ertragen.
MM

Autor

Red., MM

Literatur


Substanzen