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Quark Auflage

Substanzart

Magerquark

Leitgedanke

Quark entsteht dadurch, dass sich in angesäuerter Milch die flüssige Molke von dem fester werdenden Quark getrennt hat. Dieser Prozess wird während einer Quark- Anwendung auf der Haut fortgesetzt. Während der Quark auf der Haut trocknet, tritt weiterhin Molke aus. Dadurch entsteht ein sanft saugender und frei machender Effekt, indem wässrige Stauungen entlastet und Stoffwechselgifte dem Körper entzogen werden können; Entzündungsstoffe werden abgeleitet, dadurch entsteht eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung; die überschießenden Stoffwechselprozesse werden beruhigt. Durch Beigabe von Essenzen kann die Wirkung des Quarkes gezielt verstärkt werden.

Indikationen

Durchführungsbeschreibung

Besonderheiten


Material
Durchführung
Dauer der Anwendung:
Patient muss während der Anwendung gut zugedeckt im Bett bleiben.
Nachbereitung

Durchführungsanleitung zum Download

BeurteilungssicherheitBei vielen Patienten bewährt
Dosierung1-3 x täglich
WirkungseintrittMeist noch im Laufe der Anwendung
TherapiedauerBis Besserung eintritt
Weitere TherapieempfehlungenDurch Beigabe von Essenzen kann die Wirkung des Quarkes gezielt verstärkt werden. Dazu wird etwas Essenz auf die der Haut zugewandten Seite des Quark-Päckchens geträufelt und verstrichen werden, bzw. vor Applikation direkt auf die Haut aufgesprüht werden. Alternativ kann etwas Essenz direkt mit dem Quark vermischt werden.
Anwendungsbeispiele:
  • Bei Ergüssen, Hämatomen und Entzündungen mit Arnika-Essenz
  • Bei Entzündungen alternativ auch Calendula-Essenz
  • Bei Phlebitis Borago-Essenz
WarnhinweiseNicht bei Kuhmilchunverträglichkeit, nicht auf offene Wunden, nur frischen Quark verwenden (geöffnete Packung nicht länger als einen Tag und im Kühlschrank lagern).
Den Quark nicht über 40°C erwärmen, da sonst das Quarkeiweiss gerinnt und alle Molke sofort austritt.

Fallbeispiel

Fallbeispiel 1
Junge Erwachsene, neunter Tag nach der Entbindung mit Sectio. Der Säugling trinkt gut, und wird voll gestillt. Das Kind erreicht am 6. Tag das Geburtsgewicht. Während drei Tagen plötzlich zunehmender Milchstau in der rechten Brust mit Verhärtung und Schmerzen, leichte Rötung, keine Überwärmung des Gewebes.
Aufgrund der Symptome wird eine Quarkauflage durchgeführt.
Während und nach der ersten Anwendung, Rückgang der Rötung, das Gewebe wird weicher, Schmerzlinderung und der Milchfluss wird angeregt.
Das Kind wurde parallel zur Anwendung an der anderen Brust gestillt.
IH

Fallbeispiel 2
87 jährige Patientin nach Sturz mit Schenkelhals- und Handgelenkfraktur rechts und großem Hämatom an der Hüfte bis über das Sacrum, sowie am rechten Arm und an der Schulter. Die Patientin wird notfallmäßig operiert.
Die starken Schmerzen an den blutunterlaufenen Stellen am Körper lassen die Patientin trotz Schmerzmedikation nicht zur Ruhe kommen. Die Hämatome werden nach der Operation mit kühlen Quarkanwendungen behandelt. Am dritten Behandlungstag kann auf 3x tägliche Anwendung gewechselt werden. Die Patientin fühlt sich täglich besser und die Schmerzen lassen nach.
TB

Autor

Red., IH, TB

Literatur


Substanzen