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Fußbad mit Senfmehl (scharzer Senf/ brassica nigra)

Substanzart

Senfmehl schwarz

Leitgedanke

Bei Beschwerden im Kopfbereich (z. B. Kopfschmerzen, Migräne, bei beginnenden grippalen Infektionen) hilft ein Fußbad mit dem Zusatz von schwarzem Senfmehl. Der Kopfbereich wird entlastet, weil auf der Haut am Fuß und der Wade eine Entzündung gesetzt wird. Das im Wasser gelöste Senfmehl setzt Senfglykoside frei. Diese wirken über die Haut bis in die Tiefe, wodurch der Stoffwechsel im Fußbereich kräftig anregt und so der gestaute Kopfpol entlastet wird.

Indikationen

Durchführungsbeschreibung

Besonderheiten:
Es gibt unterschiedliche Angaben zu Dosierung und Zeitdauer für  Senffußbäder.
Dosierung und Dauer hängt von individueller Konstitution und Indikation ab.

Material:



Durchführung der Anwendung:

Nachbereitung:

Durchführungsanleitung zum Download

BeurteilungssicherheitBei vielen Patienten bewährt
Dosierung1 Mal täglich
WirkungseintrittUnmittelbar
TherapiedauerSo lange wie nötig
WarnhinweiseBeim Umgang mit Senf jeden Augenkontakt vermeiden. Empfindliche Hauttypen (Rothaarige) vertragen Senfanwendungen unter Umständen nicht, eventuell kürzere Anwendungszeit, eventuell lieber Ingwer benutzen

Fallbeispiel

Fallbeispiel 1: Sinusitis
Eine ca. 60 jährige Patientin mit eher zarter Konstitution und hellen Haaren hat eine Sinusitis frontalis mit gelblichem Schleim, die Luftatmung ist stark behindert, in der Stirn drückende Kopfschmerzen. Es wird ein Senfmehlfußbad bis kurz über die Knöchel reichend, wobei die Knie mit einem breiten Wolltuch bedeckt sind, durchgeführt. Nach wenigen Minuten schon wird die Atmung freier, die Kopfschmerzen lassen nach. Es entsteht der Eindruck, dass die Intensität der Wahrnehmung sich aus dem Stirnbereich in den unteren Menschen verlagert. Nach ca. 7 Minuten drohte sich dieser Prozess umzukehren, weshalb das Fußbad beendet wird. Die Patientin weiß aus Erfahrung, dass durch ein Überziehen der Anwendungsdauer der befreiende Prozess sich ins Gegenteil verkehrt: die Nase schwillt wieder zu.
Es entsteht nach dem Bad eine wohlige Wärme, die den Organismus vom Kopf bis zu den Füßen durchzieht.
Red.

Fallbeispiel 2: Migräne
Eine 45jährige Frau litt so stark unter Migräne, dass sie mindestens wöchentlich einen Anfall bekam und dadurch sehr beeinträchtigt war in ihren sozialen Kontakten und im Beruf. Sie war stark lichtempfindlich und hatte Auren.
Sie erhielt dann während 6 Wochen anfangs täglich am Morgen, später zwei Mal wöchentlich ein Senffußbad von 15 Minuten. Nach 10 Anwendungen war die Verbesserung so deutlich, dass die Schmerzmedikamente reduziert werden konnten.
Die Patientin äußerte, dass die Fußbäder besser als jede Behandlung zuvor wirken. Die Anfälle kommen viel seltener (noch etwa einmal monatlich) und sobald sie Anzeichen davon wahrnimmt, macht sie ein Fußbad und hat damit die Beschwerden im Griff. Sie äußerte sich sehr zufrieden, denn ihre Familie litt vorher unter den Zuständen; ihre sozialen Kontakte kann sie wieder wahrnehmen und im Beruf fehlt sie nun nicht mehr.
WS

Autor

Red., WS

Literatur

Substanzen